Appell von ARD, ZDF und Medienverbänden
ARD, ZDF und mehrere Medienverbände haben die Politik aufgefordert, Maßnahmen gegen die Ausbeutung durch Künstliche Intelligenz (KI) zu ergreifen. In einer gemeinsamen Erklärung betonen die öffentlich-rechtlichen Sender und die Verbände BDZV, MVFP und VAUNET die Notwendigkeit fairer Rahmenbedingungen, um eine vielfältige und demokratische Öffentlichkeit zu sichern.
forderungen nach rechtlichen Regelungen
Die Erklärung fordert konkrete medien-, wettbewerbs- und urheberrechtliche Regelungen. Publizistische Medienanbieter sollen die volle Kontrolle über die nutzung ihrer Inhalte durch KI-Anbieter und -Plattformen behalten. Dies betrifft insbesondere die Verwendung redaktioneller Inhalte zum Training und die Entwicklung KI-basierter Konkurrenzangebote. Die Entscheidung über die Nutzung journalistischer Inhalte müsse bei den Medienanbietern liegen.
Vergütung und Offenlegung
Es wird gefordert, dass KI-Plattformen, die auf journalistische Inhalte zugreifen oder diese wirtschaftlich verwerten, zu einer angemessenen Vergütung der Medienanbieter verpflichtet werden.Dazu sei die Offenlegung der Nutzung und Verwendung der Inhalte notwendig.
Medienvielfalt und Marktmacht
Im Bereich Medienrecht erhoffen sich ARD, ZDF und die Verlage eine Absicherung der Medienvielfalt gegen die Marktmacht digitaler KI-Gatekeeper. große Big-Tech-Plattformen spielen eine zentrale Rolle bei der Aggregation und präsentation von Medieninhalten, was durch den einsatz generativer KI verstärkt wird.
Europäische gesetzgebung
Die deutschen Medienanbieter sehen den im März vom Europäischen Parlament angenommenen bericht über das Urheberrecht und generative KI als Schritt in die richtige Richtung. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich aktiv in den Gesetzgebungsprozess einzubringen.



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