Spritpreise: Union und SPD uneins über „Übergewinnsteuer“

Sebastian Roloff (Archiv)

Vertreter von Union und SPD sind uneinig über die Abschöpfung von Übergewinnen in der Mineralölbranche. Andreas Lenz (CSU) betonte, steuerliche Eingriffe müssten gut begründet und rechtssicher sein

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Uneinigkeit über Übergewinnsteuer in der Mineralölbranche

Vertreter von Union und SPD sind uneinig über die Einführung einer Übergewinnsteuer in der Mineralölbranche als Reaktion auf steigende Sprit- und Ölpreise.

Position der Union

Andreas lenz (CSU),wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag,äußerte sich skeptisch zu steuerlichen Eingriffen. Er betonte, dass diese gut begründet und rechtssicher ausgestaltet sein müssten. Eine Übergewinnsteuer sei politisch naheliegend, jedoch ökonomisch und juristisch anspruchsvoll und werfe erhebliche Abgrenzungsfragen auf. lenz betonte, dass die Situation nicht von Konzernen ausgenutzt werden dürfe und forderte den Staat und die Wettbewerbsbehörden auf, den Markt genau zu beobachten und gegebenenfalls einzugreifen.

Position der SPD

Sebastian Roloff (SPD), wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, sprach sich hingegen für eine Abgabe auf sogenannte Übergewinne aus, die in der Krise erzielt wurden. Er kritisierte, dass große Mineralölkonzerne zusätzliche Gewinne aus der Krisensituation ziehen könnten, ohne dass Entlastungen bei den Verbrauchern ankommen. Roloff verwies auf positive Erfahrungen mit einer Übergewinnsteuer in der energiepreiskrise nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine.

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