Schnitzer will „eindeutige und geschlossene“ Antwort auf US-Zölle

Monika Schnitzer und Friedrich Merz (Archiv)

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer fordert eine klare Reaktion Europas auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Die Antwort müsse eindeutig und geschlossen sein: Grönland stehe nicht zum Verkauf, sagte die Chefin des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der „Süddeutschen Zeitung

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wirtschaftsweise Schnitzer fordert geschlossene europäische Antwort auf Zolldrohungen Trumps

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer verlangt ​eine entschiedene und gemeinsame Reaktion der Europäer ⁤auf die von US-Präsident Donald Trump angedrohten höheren⁢ Zölle gegenüber einzelnen europäischen Staaten, darunter ⁢Deutschland.

Schnitzer sagte der „Süddeutschen zeitung“, die Antwort müsse „eindeutig‌ und geschlossen“ sein:⁣ „Grönland steht‌ nicht​ zum ⁢Verkauf.“ Europa müsse mit der​ klaren Ansage reagieren, „dass es bereit ist, den ⁢wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen“.

US-Zolldrohungen im ⁢Zusammenhang mit Grönland

Trump hatte angekündigt, einzelnen europäischen ⁣Staaten⁣ höhere Zölle abzuverlangen. Diese sollen im Juni steigen, falls die Länder nicht einem ‌Verkauf Grönlands an die‍ USA zustimmen.

Nach den Worten‌ von Schnitzer zeigt dies, „dass⁣ es nicht um ⁤die Sicherheitslage in der Arktis⁢ geht“. Vielmehr⁢ gehe es „um die Annexion ausländischen Territoriums, ⁣um die Verschiebung von Grenzen ‍durch die‍ einseitige Androhung von Gewalt“.

Warnungen der deutschen Stahlindustrie vor⁣ neuen US-Zöllen

Steigende Zollsätze auf Stahl⁤ und stahlintensive Güter

die deutsche Stahlindustrie ‌warnt unterdessen vor weitreichenden Folgen des neuen US-Zolls. „Die angekündigten Maßnahmen wären ein​ erneuter harter⁢ Schlag durch eine zunehmend unberechenbare US-Handelspolitik“, sagte Kerstin Maria Rippel, Chefin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der „Süddeutschen Zeitung“.

Im Kern gehe ⁤es um neue, seperate Strafzölle, die auf bestehende Handelszölle aufgeschlagen würden. Für⁣ die Stahlindustrie, ​deren Exporte ⁤schon jetzt mit 50 Prozent Zoll belegt werden, steige der Zollsatz damit am 1. ‌Februar auf 60 Prozent und am ⁣1. Juni auf 75 prozent.

Der Zoll betreffe auch „Stahlderivate“, also stahlintensive Güter wie Maschinen. „Für unsere Unternehmen bedeuten diese zusätzlichen Maßnahmen steigende Kosten,gestörte Lieferketten und ⁢eine weitere Schwächung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit“,warnte Rippel.

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