Renk plant ausbau in Osteuropa
der Augsburger Rüstungskonzern Renk plant, seine Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Laut Vorstandschef Alexander Sagel sollen in Polen Service- und Montagekapazitäten aufgebaut werden. Zunächst ist die Wartung von Getrieben, Motoren und Fahrwerken geplant, später auch die Herstellung von Produkten. Dies soll Kunden in Polen, der Ukraine und dem Baltikum schnellere Reaktionszeiten ermöglichen. Insgesamt plant Renk, in den nächsten vier bis fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau von Kapazitäten sowie in Forschung und Entwicklung zu investieren.
Strategische Bedeutung Polens
Polen wird als idealer Standort angesehen, um näher an die Abnehmer in der Region heranzurücken. Sagel betonte die Bedeutung einer schnellen Wartung,insbesondere bei Ausfällen während Übungen oder im Krieg. Kein anderes europäisches Nato-Land investierte zuletzt so viel in die Aufrüstung, gemessen an der Wirtschaftsleistung. Zudem verstärkt die Nato ihre Präsenz an der Ostflanke.
Erweiterte Pläne in Italien
In Italien plant Renk, Komponenten für über 1.000 Kampf- und Schützenpanzer zu liefern, die von Leonardo und Rheinmetall gebaut werden sollen. Vor dem Ukraine-Krieg produzierte Renk 200 bis 300 Getriebe pro Jahr, bis Ende 2026 sollen es in augsburg rund 800 sein. Bis Ende des Jahrzehnts plant Sagel, den Umsatz gegenüber 2024 auf rund drei Milliarden Euro zu verdreifachen.
Wachstum im Bereich autonomer Systeme
Renk will auch von der steigenden Nachfrage nach autonomen Kampfsystemen profitieren. Das Unternehmen kooperiert mit dem start-up Arx Robotics,das KI-gesteuerte Kettenfahrzeuge entwickelt. Sagel erklärte, dass Renk sich vorstellen könne, gemeinsam mit Kunden unbemannte Fahrzeuge zu bauen.











