IG Metall will Entlastungsprämie nicht mit Entgelten verrechnen

Stahlproduktion (Archiv)
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Die IG Metall lehnt ab, die geplante Entlastungsprämie von 1.000 Euro mit dauerhaften Lohnsteigerungen zu verrechnen. Gewerkschaftschefin Christiane Benner betonte, die Prämie solle kurzfristig gegen akute Belastungen helfen

IG metall lehnt Verrechnung der Entlastungsprämie mit Lohnsteigerungen ab

Die IG metall hat angekündigt, die von der Koalition geplante Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro nicht mit dauerhaften Lohnsteigerungen zu verrechnen. Gewerkschaftschefin Christiane Benner erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe, die Prämie solle kurzfristig gegen akute Belastungen der Beschäftigten wirken. Arbeitgeber sollten die Prämie schnell und unmittelbar auszahlen.

Forderung nach langfristigen Lohnerhöhungen

Benner betonte, dass es mittel- und langfristig dauerhaft höhere Entgelte brauche. „Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt sind auch kein einmaliges Phänomen, sondern belasten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht“, sagte sie. Die Gewerkschaft werde sich in den anstehenden Tarifrunden für dauerhaft mehr Geld für ihre Mitglieder einsetzen.

Hintergrund der Entlastungspläne

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise hatte die schwarz-rote Koalition am Montag Pläne zur Entlastung der Verbraucher vorgestellt. Neben einer vorübergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, eine steuer- und abgabenfreie Prämie zu zahlen.

Vorbereitung auf Tarifrunden

Die IG Metall bereitet sich auf die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit knapp vier Millionen Beschäftigten vor. Die heiße Phase beginnt im Herbst. Weitere Tarifrunden stehen in der Eisen- und Stahlindustrie,im Handwerk und bei Volkswagen an.


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