IG metall droht Volkswagen mit Protesten und Streiks
Die IG Metall hat dem Volkswagen-Konzern im aktuellen Streit um Stellenabbau und Fabrikschließungen mit Protesten und Streiks gedroht. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der Gewerkschaft für Niedersachsen, äußerte sich im „Stern“ kritisch zu den Plänen des Konzernvorstands.
Pläne des Vorstands
der Vorstandsvorsitzende Oliver Blume hatte kürzlich Pläne bekräftigt,die eine Auslagerung der Autoproduktion in den Werken Emden,hannover,Zwickau und Neckarsulm vorsehen. Insgesamt könnten 100.000 Stellen im Konzern abgebaut werden. Gröger warnte, dass der Vorstand bei Festhalten an diesen Plänen auf maximalen Widerstand stoßen werde.
Kritik an der Kommunikation
Gröger kritisierte die Kommunikation des Vorstands als unzureichend. Die Belegschaften seien bisher nur durch medienberichte informiert worden, anstatt direkt vom Vorstand. „Das, was da vor der Sommerpause abgeliefert wurde, das geht so nicht“, sagte Gröger.
Appell an Großaktionäre
Der Bezirksleiter griff auch die Familie Porsche-Piech an,die die Aktienmehrheit bei Volkswagen hält. Er warnte davor, kurzfristige Gewinne über die langfristige Zukunft des Unternehmens zu stellen. Gröger forderte die großaktionäre auf, den traditionellen Konsens zwischen Arbeitnehmervertretern und Kapitalseite zu respektieren.
Vorbereitung auf Streiks
Gröger kündigte an,dass die Belegschaftsvertreter für den Herbst auch reguläre Streiks bei Volkswagen vorbereiteten. Dies wäre ein Novum in der Unternehmensgeschichte. „Eskalation ist nicht unser Ziel,aber wir sind handlungsfähig“,betonte Gröger.


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