Dax startet im Minus – Ölpreissprung schürt neue Zinssorgen

Frankfurter Börse

Der Dax startet am Dienstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag

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Dax startet mit Verlusten in den Handelstag

Der Dax begann den Dienstagmorgen mit Verlusten. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.505 Punkten berechnet, was einem Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum schlussniveau des Vortages entspricht. An der Spitze der Kursliste standen Eon, RWE und Zalando, während Brenntag, Rheinmetall und Qiagen am Ende rangierten.

Einfluss des Ölpreisanstiegs

Jochen Stanzl,Chefmarktanalyst der Consorsbank,erklärte,dass der Optimismus,der den Dax am Vortag steigen ließ,durch einen nächtlichen Anstieg der Ölpreise zunichtegemacht wurde. „Schnäppchenjäger mögen ein Auge auf den Markt geworfen haben, doch ein Einstieg bleibt angesichts der stark erhöhten Volatilität riskant“, sagte Stanzl. Kursgewinne könnten je nach geopolitischer Nachrichtenlage schnell wieder verloren gehen.

Geopolitische Unsicherheiten

Stanzl betonte, dass ohne den Beweis, dass die eskorte der tanker durch die Straße von Hormus sicher gelingen kann, Kursgewinne unsicher bleiben. Die hohe Volatilität wirke in beide Richtungen,ohne klare Tendenz. Zudem bestehe die Sorge, dass der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) zu vorschnellen Zinsanhebungen als Reaktion auf steigende Ölpreise führen könnte.

Druck auf die EZB

Der Druck auf die EZB, die Zinsen zu erhöhen, wächst. Stanzl erklärte, dass es fundamentale Unterschiede zwischen dem aktuellen Konflikt und der Energiekrise des jahres 2022 gebe. Daher sei es unwahrscheinlich, dass die EZB zu vorschnellen Handlungen verleitet werde. „Die EZB kann den Druck jedoch nicht leugnen, und die Sitzung am Donnerstag wird sicherlich zu einem rhetorischen Drahtseilakt werden“, so Stanzl. Christine Lagarde werde wohl ihre Einschätzung der Geldpolitik anpassen, doch Zinsanhebungen seien noch verfrüht.

Währungs- und Ölpreisentwicklung

Am Dienstagmorgen war die europäische Gemeinschaftswährung etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1493 US-Dollar, während ein Dollar für 0,8701 Euro zu haben war. Der Ölpreis stieg stark an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,80 US-Dollar, was einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Schluss des vorherigen Handelstags entspricht.

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