Dax legt deutlich zu
Der Dax verzeichnete am Donnerstag einen deutlichen Anstieg. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.292 Punkten berechnet, was einem Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach einem schwachen Start am Mittwoch drehte der Dax ins plus und baute im weiteren verlauf seine Zugewinne aus.
Marktanalyse und Einflussfaktoren
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentierte, dass die positive handelseröffnung in New York die Stimmung in Frankfurt aufgehellt habe. Die Ölpreisnotierungen fielen, und der japanische Yen erlebte Unterstützung sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro. Mögliche Interventionen der japanischen Notenbank seien im Gespräch.
Die Makrodaten aus Europa lagen größtenteils im Rahmen der Erwartungen.Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins unverändert zu lassen, überraschte nicht. Lipkow erklärte, dass die EZB eine ähnliche Tonalität wie die US-Notenbank in Bezug auf die Inflationserwartungen gewählt habe. Die europäische Konjunktur sei jedoch durch die Situation im Nahen Osten größeren Gefahren ausgesetzt.
US-Daten und Marktreaktionen
Die vorgelegten US-Daten fielen laut Lipkow relativ ambivalent aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen mit 189.000 unter den erwarteten 213.000, was einen stabilen Arbeitsmarkt in den USA zeigt. Der PCE-Preisindex lag mit 4,3 Prozent über den erhofften vier Prozent, und das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal betrug zwei Prozent, unter den erwarteten 2,3 Prozent. Diese Entwicklungen könnten ein potenzielles Stagflationsszenario in den USA ins Rampenlicht rücken.
Aktien und Rohstoffmärkte
In Frankfurt führten die Papiere der Deutschen Post die Kursliste an, gefolgt von Brenntag und Bayer. Die Aktien der Münchner Rück bildeten das Schlusslicht. Der Gaspreis sank um zwei Prozent auf 46 Euro pro megawattstunde. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent fiel um 3,1 Prozent auf 114,40 US-Dollar pro Fass.
Wechselkursentwicklung
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1728 US-Dollar, während ein Dollar für 0,8527 Euro zu haben war.


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