SPD warnt vor Pauschalisierung in „Stadtbild“-Debatte

Tim Klüssendorf (Archiv)

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf warnt in der Debatte um das Stadtbild davor, Missstände pauschal auf Migration zu beziehen

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SPD warnt vor Pauschalisierung in Stadtbild-Debatte

Klüssendorf kritisiert aussagen von Friedrich Merz

In der Diskussion um die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich merz (CDU) zum Stadtbild hat SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf davor gewarnt,Missstände in deutschen innenstädten pauschal auf Migration zurückzuführen. klüssendorf erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, das Unsicherheitsgefühl in Innenstädten habe seiner Ansicht nach in erster Linie mit Männern zu tun, unabhängig von deren Herkunft. Die Reduzierung aller politischen Probleme auf das Thema Migration halte er für falsch und gefährlich. Es sei notwendig, sachlich darüber zu diskutieren, wie Innenstädte belebt und der öffentliche raum sicherer gemacht werden könne.

kritik an Vorgehen von Merz

Klüssendorf äußerte,er sei nicht glücklich darüber,wie Merz die Debatte angestoßen habe.Bei einem sensiblen Thema wie diesem dürften keine Unklarheiten entstehen. Probleme wie Leerstand, öffentliche Vermüllung oder das Unsicherheitsgefühl, wenn beispielsweise Gruppen von jungen Männern Frauen belästigen, beschäftigten auch ihn.Die Schlussfolgerung von merz teile er jedoch nicht. Durch Abschiebungen werde weder der Leerstand in Innenstädten behoben noch die Aufenthaltsqualität verbessert.

Äußerungen von Friedrich Merz

Friedrich Merz hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass es bei der Reduzierung der Flüchtlingszahlen große Erfolge gebe, im Stadtbild jedoch weiterhin Probleme bestünden und deshalb mehr abgeschoben werde. Am Montag verteidigte Merz seine Aussagen und verwies darauf,dass viele Menschen das Problem bestätigten,insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Am Donnerstag äußerte sich Merz in einem vorbereiteten Statement differenzierter. Er unterschied dabei zwischen Menschen, die bereits in erster, zweiter, dritter oder vierter Generation in Deutschland leben und arbeiten, und jenen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus besitzen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht an die geltenden Regeln halten.

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