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Marineinspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See

Russisches Kriegsschiff (Archiv)

Vizeadmiral Jan Christian Kaack warnt vor wachsender Bedrohung durch Russland auf See

Huk Coburg - Michael Ungelenk

Warnung vor Bedrohung‌ durch russland

Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Deutschen Marine, hat vor einer⁣ zunehmenden ​Bedrohung durch Russland auf See gewarnt. In einem ⁢Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte Kaack,dass die Bedrohung‍ real und dynamisch sei. Die russischen Streitkräfte ⁢würden sowohl personell als auch in ihren Fähigkeiten wachsen, was im Ukraine-Krieg täglich erprobt werde.

Steigende Aggressivität in der Ostsee

besonders in der Ostsee habe‌ die Aggressivität in den letzten zwei Jahren zugenommen. kaack berichtete von ⁣vermehrt tief ‌anfliegenden russischen Flugzeugen über ‌NATO-Schiffen und ‍aggressiveren ⁢annäherungen. Dies berge ​die Gefahr einer ungewollten eskalation. Um dem entgegenzuwirken, würden Kommandanten gezielt auf solche Situationen vorbereitet und klare Verhaltensregeln aufgestellt. Diese‌ Szenarien würden ​regelmäßig in militärischen⁣ Planspielen durchgespielt.

NATO-Mission ‌“Baltic Sentry“

Kaack lobte die NATO-Mission „Baltic Sentry“, die vor einem Jahr zum Schutz von Pipelines und‌ Unterseekabeln in der Ostsee gestartet wurde. Sabotageakte, bei denen ‌Schiffe mit Verbindungen zu⁢ Russland angeblich Unterseekabel beschädigten, seien ​ein wiederkehrendes Problem. Die Reaktionszeit⁢ bei verdächtigen Ereignissen ‍konnte von 17 ⁣Stunden auf‌ eine Stunde verkürzt werden.

Herausforderungen in der Marine

Als größtes Problem nannte Kaack den Personalmangel in den Seestreitkräften. trotz eines leichten Zuwachses in den letzten Jahren ⁤sei dies nicht ausreichend. Kaack ‍setzt ‍auf den neuen freiwilligen Wehrdienst und​ sieht 2026⁣ als „Jahr des‍ Aufwuchses“.

Materialbeschaffung und Verzögerungen

Bei der ​Materialbeschaffung ‍gibt es ebenfalls Probleme. Die​ Fregatte F126, ein zentrales Rüstungsprojekt im‌ Umfang von ‍bis ⁢zu ⁢zehn Milliarden Euro, wird sich verzögern. Der ​Zulauf der ersten Fregatte ist⁣ nun frühestens für 2031‌ geplant. Als Übergangslösung ‌sollen MEKO-A200-Fregatten schnell⁣ beschafft werden.Kaack betonte die Notwendigkeit, zügig einsatzfähige Einheiten verfügbar zu haben: „Ich brauche Stahl im‍ Wasser, um meinen auftrag zu erfüllen.“

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