Kritik an Geschäft mit Unterkünften für Wohnungslose in Berlin

Obdachlose kampieren (Archiv)
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Das Berliner System zur Unterbringung von Wohnungslosen ist laut "Tagesspiegel"-Recherchen anfällig für Missbrauch

Missbrauch im Berliner System zur Unterbringung von Wohnungslosen

Das System zur Unterbringung von Wohnungslosen in Berlin ist laut Recherchen des „Tagesspiegel“ anfällig für Missbrauch. Private Firmen erzielen mit den Wohnheimen teils hohe Gewinne, während Bewohner und Nachbarn über Müll und Ungeziefer klagen.

Aussagen von Hannes Rehfeldt

hannes Rehfeldt, Sozialstadtrat im Bezirk Neukölln, sagte dem „Tagesspiegel“, das Geschäft mit diesen Unterkünften sei eine „goldgrube“. Er kritisierte, dass es in der Branche viele schwarze Schafe gebe. „Wer die Unterbringung von obdachlosen Menschen nur als gewinnträchtiges Business betreibt, ist dort eigentlich falsch“, so Rehfeldt.

Sonderweg in berlin

Das Land Berlin verfolgt in diesem Bereich einen Sonderweg. Die Mehrheit der Wohnungslosen ist bei gewerblichen Anbietern untergebracht. Im Gegensatz dazu leben deutschlandweit zwei Drittel der Menschen ohne eigenes Dach über dem Kopf in kommunalen Unterkünften.

Fehlende Daten und Schätzungen

Die Senatsverwaltung für Soziales konnte auf Anfrage keine genauen Zahlen zu den in Unterkünften lebenden Menschen nennen, da Berlin bisher keine eigenen daten erhoben hat. Nach Berechnungen des „Tagesspiegel“ waren im Januar 2025 etwa 39.000 Menschen in Berlin ordnungsrechtlich in Unterkünften für Wohnungslose untergebracht, darunter rund 11.000 Kinder und Jugendliche.


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