erhöhung der humanitären Hilfe für den Sudan
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat angekündigt, die humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung im Sudan um mehr als 230 Millionen Euro zu erhöhen. Dies erklärte er am Mittwoch nach der Berliner Sudan-Konferenz. Wadephul betonte die notwendigkeit, dass auch andere Akteure ihrer humanitären Verantwortung nachkommen.
Unterstützungszusagen und Finanzierungsbedarf
Die Teilnehmer der Konferenz haben Unterstützungszusagen in Höhe von über 1,3 Milliarden Euro gemacht. Der Hilfsplan der Vereinten Nationen für den Sudan war im Jahr 2025 nur zu 35 Prozent finanziert. Für das Jahr 2026 wird ein Bedarf von 2,8 Milliarden Dollar erwartet.
Krise im Sudan auf der Agenda des UN-Sicherheitsrats
Wadephul kündigte an, die Krise im Sudan weiterhin auf der Agenda des UN-Sicherheitsrats zu halten. Er bezeichnete die Situation im Sudan als die größte menschengemachte humanitäre Katastrophe der welt.Seit 2023 seien „wohl in den Hunderttausenden“ Menschen getötet worden, und mehr als 20 millionen Menschen litten akut an Hunger.
Flüchtlingssituation und Ernährungsunsicherheit
Nach Angaben der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR mussten seit Beginn des Konflikts im April 2023 rund 14 Millionen Menschen fliehen.9 millionen sind innerhalb des Sudans auf der Flucht,während 4,4 Millionen das Land verlassen haben. Laut der FAO sind 21 Millionen Sudanesen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, 6,3 Millionen davon in einer besonders prekären Notlage.
Angriffe auf gesundheitseinrichtungen
Die WHO hat in den letzten drei Jahren mehr als 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Sudan dokumentiert, die 2.052 Todesopfer forderten.
Anzeichen für Völkermord in Al-Faschir
Ein UN-Bericht vom Februar weist auf Anzeichen für einen Völkermord in Al-Faschir hin.innerhalb von drei Tagen seien dort mindestens 6.000 Menschen ermordet worden, so die Koordinatorin für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen im Sudan, Denise Brown.



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