Offener Brief an die Bundesregierung
Betriebsräte von über 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken haben in einem offenen brief an die Bundesregierung vor gravierenden Folgen für die Pflege gewarnt, sollten die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) umgesetzt werden. dies berichteten die Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“.
Warnung vor Auswirkungen auf die Pflege
Die Betriebsräte betonen, dass die Pläne massive Auswirkungen auf die Arbeit der Beschäftigten in verschiedenen Bereichen der Kliniken haben würden. Diese geben täglich ihr Bestes für die patientenversorgung. Die Erfolge der letzten Jahre, das Gesundheitswesen als attraktiven Arbeitsplatz zu gestalten, seien gefährdet.
Geplante Reformen und deren Folgen
Gesundheitsministerin Warken plant, das 2020 eingeführte Pflegebudget zu deckeln und Tarifsteigerungen bei Pflegekräften nicht mehr vollständig zu refinanzieren. Die zusätzlichen kosten müssten die Krankenhäuser selbst tragen, obwohl deren wirtschaftliche Lage bereits angespannt ist.
Gewerkschaft warnt vor verschlechterung
Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, warnt, dass sich die Lage in der Pflege verschlechtern könnte. Einige Kliniken könnten sogar schließen. bereits jetzt seien Pflegeteams oft unterbesetzt.Eine Deckelung des Pflegebudgets würde die Unterbesetzung zementieren und verschärfen.
Folgen für Personal und Patienten
Werneke befürchtet, dass Krankenhäuser bei nicht refinanzierten Tarifsteigerungen Personal abbauen müssten. Dies würde die bedarfsgerechte Ausstattung in der Pflege weiter entfernen.Für Patienten bedeute dies eine schlechtere Versorgung, für Pflegende mehr Druck und Stress, was zu Berufsausstiegen führen könnte.
Finanzielle Lage der Kliniken
viele Einrichtungen stehen finanziell bereits auf wackligen Beinen. Werneke warnt vor reihenweisen Schließungen, sollten die pläne umgesetzt werden.
unterzeichner des Briefes
Den Brief unterzeichneten Arbeitnehmervertretungen von Helios Kliniken, der Charité sowie Universitätskliniken in Essen, Göttingen und Magdeburg. Insgesamt repräsentieren die unterzeichnenden Betriebsräte rund 323.000 Beschäftigte.



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