KI-Studie: Experten sehen weniger Risiken als die Bevölkerung

Roboter (Archiv)

Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass Experten KI-Entwicklungen als wahrscheinlicher, nützlicher und weniger riskant einschätzen als die Bevölkerung

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Unterschiedliche Wahrnehmung von KI-Risiken und Nutzen

eine neue Studie des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen zeigt, dass Experten KI-Entwicklungen anders bewerten als die allgemeine Bevölkerung. Während Experten die Entwicklungen als wahrscheinlicher, nützlicher und weniger riskant einschätzen, sieht die Bevölkerung größere Risiken. Dies teilte die Hochschule am Freitag mit.

Studienergebnisse

Für die Studie wurden 1.100 Bürger und 119 KI-Experten befragt. Im Mittelpunkt standen verschiedene KI-Szenarien, darunter medizinische Diagnosen, autonome Waffensysteme und politische Entscheidungen. Studienleiter Philipp Brauner erklärte, dass Experten das Gesamturteil über KI fast dreimal stärker vom wahrgenommenen Nutzen als vom Risiko bestimmen lassen. Bei der Bevölkerung ist dieser Abstand geringer,da Risiken stärker ins Gewicht fallen.

Warnung vor strukturellem Risiko

Die Forscher warnen vor einem strukturellen Risiko: Wenn KI vorwiegend mit einem nutzenorientierten Blick entwickelt wird, könnten Systeme entstehen, die die Risikoprioritäten der Bevölkerung ignorieren. Dies bezeichnen sie als „Prokrustische KI“. Als Lösung fordern sie mehr Partizipation der Bevölkerung bei der Entwicklung, Einführung und Regulierung von KI. Die Studie wurde im Fachjournal „AI & Society“ veröffentlicht.

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