Katharina Dröge kritisiert Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat vor hohen Kosten für Mieter und einem Rückschritt beim klimaschutz im Zusammenhang mit dem Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz gewarnt.
Kritik an CDU und SPD
Dröge äußerte in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv, dass CDU und SPD den Klimaschutz in Deutschland vernachlässigen könnten. Sie kritisierte, dass das Gesetz den Einbau klimaschädlicher Heizungen auch nach 2045 erlaube, obwohl Deutschland bis dahin klimaneutral sein solle. Dies sei eine Absage an die deutschen Klimaziele und verantwortungslos,so dröge.
Finanzielle Belastung für Mieter
Laut einer Berechnung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) würde die Mehrbelastung für Mieter bei einem Einbau einer Gasheizung statt einer Wärmepumpe im Jahr 2025 monatlich 55 Euro betragen. Bis 2045 könnte diese auf 272 Euro steigen. Die schwarz-rote Koalition einigte sich darauf, dass Vermieter einen Teil der zusätzlichen Heizkosten tragen sollen. Dröge hält diese Nachbesserung für unzureichend und bezeichnete die zusätzlichen Kosten als sozial ungerecht.
Verunsicherung durch das Gesetz
Dröge kritisierte zudem, dass das Gesetz Chaos und Unsicherheit bringe. Die positive Entwicklung bei den Wärmepumpen sei gefährdet, da die Absatzzahlen steigen, aber nun Verunsicherung herrsche. Sie forderte ein neues Gesetz, das Planbarkeit schaffe.



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