Frontex warnt vor Waffenschmuggel aus Ukraine

Ukrainische Flagge (Archiv)

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex warnt vor Waffenschmuggel aus der Ukraine nach Europa, insbesondere nach einem möglichen Waffenstillstand

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Warnung vor Waffenschmuggel aus der Ukraine

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex warnt vor einem möglichen Anstieg des Waffenschmuggels aus der Ukraine nach Europa. Besonders nach einem möglichen Waffenstillstand oder Frieden könnte das Risiko steigen, sagte Frontex-Vize-Direktor Lars Gerdes der „Welt“.

Risiko durch verbleibende Waffen

Mit einem Ende der Kampfhandlungen könnten größere Mengen an Waffen, Munition und Sprengstoff im Land verbleiben. Gleichzeitig gebe es viele Menschen mit finanziellem Bedarf. „Es könnte zu Waffenschmuggel in einem größeren Ausmaß kommen. Das könnte zu einem Sicherheitsproblem für Europa werden“, erklärte Gerdes. Besonders problematisch sei dies, wenn Kriegswaffen in kriminelle Netzwerke oder an Terroristen gelangten.

Vergleich mit Jugoslawienkriegen

Gerdes hält ein Szenario ähnlich den Entwicklungen nach den Jugoslawienkriegen für „gut möglich“, jedoch mit waffen neuerer Generation. Die EU-Grenzschutzagentur ist bereits mit verstärkten Kräften an der Westgrenze der Ukraine präsent und beobachtet die Lage genau. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte kürzlich erklärt, dass sich der Krieg gegen die Ukraine „dem Ende“ zuneige.

Migration als Instrumentalisierung

An der EU-Außengrenze beobachtet Frontex die Instrumentalisierung von Migration durch staatliche Akteure wie Belarus und Russland. Fluchtbewegungen von Migranten von den europäischen Ostgrenzen nach Libyen werden wahrgenommen. „Es ist unwahrscheinlich, dass die Menschen dies rein aus eigenem Antrieb tun, geschweige denn selbst die finanziellen Mittel dafür aufbringen können“, so Gerdes. von Libyen aus versuchen die Menschen, nach Europa zu gelangen, was zu einem starken Anstieg der Ankünfte, etwa auf der griechischen Insel Kreta, führt. Gerdes warnte: „Die nächste Krise wird kommen.“

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