Forderung nach eigenständiger Flugzeugentwicklung
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die IG Metall fordern,beim deutsch-französisch-spanischen Kampfjetprojekt FCAS die entwicklung eines gemeinsamen bemannten Flugzeugs aufzugeben. In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ betonen BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn und der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner, die Notwendigkeit von zwei Flugzeugen innerhalb von FCAS. Dies sei aus Verantwortung gegenüber der Sicherheit Europas und den Beschäftigten erforderlich.
Hintergrund des FCAS-Projekts
Mit FCAS soll ein Verbund aus bemannten Kampfflugzeugen, Begleitdrohnen und neuartigen Kommunikationssystemen entstehen. Von Hahn und Kerner kritisieren jedoch die Haltung des französischen Flugzeugbauers Dassault, die sie als Aufforderung zur industriellen Selbstaufgabe bezeichnen. Kooperation müsse auf Augenhöhe erfolgen, nicht durch Unterordnung.
Vorschläge für die Zukunft
Von Hahn und Kerner plädieren dafür,bei antrieb,unbemannten Systemen,Vernetzung und Sensorik weiter zusammenzuarbeiten,jedoch bei der Entwicklung des bemannten Kampfjets eigene Wege zu gehen. Deutschland verfüge über umfassende Expertise im Flugzeugbau und könne selbstbewusst investieren. Sie schlagen vor, ein eigenes Programm aufzusetzen und anschließend nach Partnern zu suchen. Verantwortung für die Sicherheit Europas bedeute, aus einer Position industrieller Stärke zu führen.











