DIHK kritisiert Kompromissbereitschaft der CDU bei Spitzensteuersatz

Haus der Deutschen Wirtschaft (Archiv)

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) kritisiert Pläne der Union zur Steuerreform. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov äußerte im "Handelsblatt" Bedenken gegen die Anhebung des Spitzensteuersatzes und die geplante Entlastung mittlerer Einkommen. "Bei Abgaben und Belastungen gehören wir zur Spitze, bei Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr", sagte Melnikov

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DIHK kritisiert Steuerreform-Pläne der Union

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat die Überlegungen der Union zu einer Steuerreform scharf kritisiert. Diese sehen vor, den Spitzensteuersatz anzuheben und im Gegenzug den starken Steueranstieg für mittlere einkommen zu verringern.

Aussagen von Helena Melnikov

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov äußerte im „Handelsblatt“ Bedenken: „Bei Abgaben und Belastungen gehören wir zur Spitze, bei Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr.“ Sie bezeichnete Überlegungen zu Steuererhöhungen als „völlig falsches Signal zur falschen Zeit“.Die Debatte und Spekulationen über eine höhere Erbschaftsteuer für Betriebserben wirkten „wie Gift für unsere Wirtschaft“. melnikov warnte, dass höhere Steuerbelastungen für viele mittelständische Unternehmen am Standort Deutschland problematisch werden könnten.

Reaktionen der SPD

Die SPD begrüßte die Bereitschaft der Union, über einen höheren Spitzensteuersatz zu diskutieren. SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar erklärte, das Ziel sei, kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten. Dies müsse finanziert werden, und sehr reiche Personen sollten dazu beitragen. Esdar bewertete es als fortschritt, dass die Union sich nicht mehr komplett verschließe.

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