EU-Kommission schlägt Maßnahmen gegen Google vor
Die EU-Kommission hat im rahmen eines Feststellungsverfahrens gegen Google Vorschläge unterbreitet, um mögliche Verstöße gegen das Gesetz über digitale Märkte (DMA) zu adressieren. Ziel ist es, konkurrierende KI-dienste im android-Betriebssystem mit Googles eigenen Diensten gleichzustellen.
Förderung der Interoperabilität
Die Vorschläge der Kommission sollen sicherstellen, dass konkurrierende KI-dienste effektiv mit Anwendungen auf Android-Geräten interagieren können. Dies umfasst Funktionen wie das Versenden von E-Mails über die bevorzugte App des Nutzers, das Bestellen von Essen oder das Teilen von Fotos. Derzeit sind diese Funktionen weitgehend auf Googles eigene Angebote beschränkt.
EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte die wachsende Bedeutung von KI-Diensten im Alltag der EU-Bürger. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Android-Nutzern mehr Auswahl bei der Integration von KI-Diensten bieten. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen ergänzte, dass interoperabilität entscheidend sei, um das Potenzial von KI-Technologien auszuschöpfen. Die Maßnahmen sollen Android-Geräte für ein breiteres Spektrum an KI-Diensten öffnen.
Hintergrund des Digital Markets Act
Der Digital Markets Act (DMA) zielt darauf ab, faire Märkte im digitalen Sektor zu gewährleisten. Er betrifft große digitale Plattformen, sogenannte „Gatekeeper“, die eine zentrale Rolle zwischen gewerblichen Nutzern und Verbrauchern spielen.Am 6. September 2023 hat die Europäische Kommission mehrere Google-Dienste als zentrale Plattformdienste ausgewiesen. Alphabet muss bis zum 7. März 2024 alle DMA-Verpflichtungen erfüllen.



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