Warnung vor wachsender Kokainschwemme
Der Präsident des bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat vor einer zunehmenden Kokainschwemme in Deutschland gewarnt. Drogenschmuggler passen ihre Strategien an die polizeilichen Gegenmaßnahmen an.
Anstieg der Kokaindelikte
Münch erklärte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass die Kokaindelikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität zugenommen haben, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Ähnliches gelte für synthetische Drogen. „Wir werden hier auch weiter sehr wachsam sein müssen“, betonte Münch. In den Anbaustaaten bestehe weiterhin eine Kokainschwemme.
Veränderte Schmuggelmethoden
Die Schmuggler nutzen vermehrt die sogenannte Drop-off-Methode,bei der Kokain auf hoher See über Bord geworfen und von anderen Schiffen aufgenommen wird. Zudem weichen die Schmuggler auf andere Länder aus. „Wir sind im Rahmen einer internationalen Aktion mit Portugal, Spanien und anderen Ländern aktiv“, so Münch. Kleinere Häfen im südeuropäischen Raum werden stärker frequentiert.
Chemische Veränderungen
Kokain wird chemisch in andere stoffe eingebracht und später wieder extrahiert. „In dem Bereich ist sehr viel Geld unterwegs. Deshalb reagieren die Schmuggler sehr schnell auf polizeiliche Maßnahmen“, erklärte Münch.
Kriminalstatistik
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik 39.414 delikte im Zusammenhang mit Kokain,einschließlich Crack. Dies entspricht einem Anstieg von 1,9 Prozent gegenüber 2024.



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