Der Bau der neuen Bahnstrecke zwischen Berlin und Stettin verzögert sich um ein Jahr. Die geplante Fertigstellung des deutschen Streckenabschnitts der Ausbaustrecke Angermünde – Grenze Deutschland/Polen im Dezember 2027 muss auf Dezember 2028 verschoben werden, teilte die Bahn am Freitag mit.
Hauptteil
Gründe für die Verzögerung
Als Grund nannte die Bahn Kapazitätsengpässe am Markt für Leistungen der Leit- und Sicherungstechnik. „Trotz des großen Engagements aller Beteiligten können die erforderlichen Arbeiten im Jahr 2027 nicht mehr umgesetzt werden“, hieß es von der Bahn.
Baufortschritt
Der erste Abschnitt der Strecke zwischen Angermünde und Passow ist nach Bahn-Angaben bis auf Restarbeiten bereits fertiggestellt. Im zweiten Abschnitt zwischen passow und der deutsch-polnischen Grenze sollen bis Ende 2027 rund 95 Prozent der Arbeiten abgeschlossen sein. Dies umfasst unter anderem Gleisanlagen,Bahnsteige sowie Maste und die Oberleitung. Im letzten Abschnitt vor der Grenze sind die Gleise derzeit komplett entfernt. Es verkehrt Schienenersatzverkehr.
Hintergrund
Der Umbau der Bahnverbindung hat sich bereits mehrfach verschoben. Ursprünglich war eine Realisierung sogar schon bis 2020 geplant. Nach dem Zweiten Weltkrieg war auf Teilen der Strecke ein Gleis abgebaut worden. Ein Großteil der Strecke war zudem nicht elektrifiziert.



Schreibe einen Kommentar