Yougov: Union fällt bundesweit auf 18 Prozent

Friedrich Merz und Tino Chrupalla (Archiv)

Eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fällt die Union laut Yougov auf ein neues historisches Tief. <h3>CDU/CSU 18% (-2) AfD 29% (+1)</h3>

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Einleitung

Eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und vor‍ den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern​ und Berlin fällt die⁣ Union laut dem Institut Yougov ⁣bundesweit auf ​ein neues historisches‍ Tief.

Umfrageergebnis

Sonntagsfrage

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden‌ laut der Umfrage aktuell 18 Prozent CDU/CSU wählen. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als bei der Yougov-Umfrage im August.
Die AfD liegt demnach bei 29 Prozent und gewinnt einen ⁣Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. ⁣
Die ⁢Grünen kommen ⁢auf 16 Prozent und gewinnen einen prozentpunkt. So stark⁢ notierten die Grünen ‌zuletzt im Mai 2023.
Die SPD stabilisiert‌ sich ‌bei 13 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im August.Die Linke fällt ‍auf 10 Prozent, ein Minus von zwei Prozentpunkten.
Die FDP bleibt unverändert‍ bei 5 Prozent.
Das BSW gewinnt‍ einen prozentpunkt hinzu und liegt jetzt⁣ bei 4 Prozent. ​
Sonstige ‍Parteien⁢ kommen auf 5 Prozent.

Wahrnehmung der AfD

Rechtsextremismus

Trotz des erfolgs ⁤der AfD bei der Landtagswahl in sachsen-Anhalt hält die Mehrheit ‌der Bürger die ⁢AfD ⁢für rechtsextrem. 59 Prozent sind dieser Meinung, 30 Prozent sehen es anders. 11 Prozent sind unentschieden. ⁢
Wähler​ der Grünen ‍(97 Prozent), der SPD (89 Prozent) und ‍der Linken (82 ⁢Prozent) sind ⁢überwiegend der Ansicht, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ⁣ist.
Unter Wählern von CDU/CSU halten 69⁤ Prozent die ​AfD für ⁤rechtsextrem,22 Prozent halten sie ⁤nicht für​ rechtsextrem.⁣ 9 Prozent sind unentschieden.
Bei AfD-Wählern halten 4 Prozent ⁤die‌ Partei für rechtsextrem,88 Prozent sehen das​ anders‌ und 8 ‍Prozent ⁣sind unentschieden.
Im Vergleich ⁤zu Mai 2025 hat sich die⁣ öffentliche Meinung kaum verändert: ​Damals waren 61⁤ Prozent der Meinung,dass die AfD rechtsextrem ​ist,29 Prozent sahen das nicht so und 10 ⁢Prozent waren unentschieden.

Brandmauer und Kooperationen

Öffentliche Einschätzung

Im September​ sind‌ laut Yougov 51 ‌Prozent der meinung, dass die anderen⁢ Parteien eine⁣ Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen sollten.40 Prozent sind ⁣der Ansicht, dass die anderen ‌Parteien eine zusammenarbeit ausschließen ⁣sollten. ⁢9 Prozent ⁢sind ⁢unentschieden.
Im‍ Vergleich zu August 2026 (28. bis ⁣31.08.2026) hat sich das Meinungsbild verändert: Damals⁣ waren 44 prozent der Meinung, eine​ zusammenarbeit nicht grundsätzlich ausschließen zu⁤ müssen. 46 Prozent‍ wollten,dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen.10 Prozent waren unentschieden.

Unterschiede ‌nach Parteianhängerschaft

Die Brandmauer spaltet die Anhängerschaften.
Bei SPD-Wählern wollen 71‍ Prozent ⁤die Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen; 22 Prozent wollen sie nicht grundsätzlich ausschließen. ⁢
Bei Grünen-Wählern ‌sprechen sich ⁣76⁤ Prozent für ein grundsätzliches Ausschließen aus;‍ 15 Prozent ⁢nicht.
Bei Linken-Wählern sind 73⁢ Prozent für ein grundsätzliches Ausschließen; 18 Prozent nicht.
Unter Wählern von CDU/CSU gibt es keine Mehrheit für die Brandmauer: 38‌ Prozent sprechen ⁢sich‍ für ein grundsätzliches Ausschließen aus, 55 Prozent sind dagegen.
Bei afd-Wählern lehnen 94 Prozent die brandmauer ab; 3 ⁢Prozent sprechen sich für ein⁢ grundsätzliches Ausschließen aus.

Methodik

Yougov hatte ​die aktuellen⁣ Zahlen per Online-panel vom 11. bis 14. September erhoben. 2.161 Personen wurden befragt.

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