AfD verliert in Umfrage, bleibt aber stärkste Kraft
In der aktuellen Umfrage des Instituts Yougov verliert die AfD im Vergleich zum Vormonat zwei Prozentpunkte, bleibt jedoch mit 27 Prozent die stärkste Partei. Die Erhebung, die am Dienstag veröffentlicht wird, zeigt, dass CDU/CSU unverändert bei 20 Prozent liegen. Der Abstand zur AfD verringert sich somit auf sieben Prozentpunkte.
Parteiverteilung
Die grünen bleiben mit 14 Prozent auf dem dritten Platz. SPD und Die Linke liegen unverändert bei jeweils 12 Prozent. Die FDP hält sich bei 5 Prozent, während das BSW bei 4 Prozent bleibt. Sechs Prozent der Wähler würden für andere Parteien stimmen.
Stimmung im Land
Laut Umfrage sind 74 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass sich Deutschland in die falsche Richtung entwickelt. Diese Ansicht teilen 93 Prozent der AfD-Wähler und 84 Prozent der Linken-Wähler. Auch unter den Wählern der Grünen (69 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Union (58 Prozent) herrscht mehrheitlich diese Meinung.
Reformbedarf und Unterstützung
Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) sieht einen Bedarf für tiefgreifende Reformen in Deutschland. Die Zustimmung variiert zwischen den Wählergruppen: AfD (67 Prozent), CDU/CSU (57 Prozent), Die Linke (55 Prozent), Die Grünen (50 Prozent) und SPD (49 Prozent).
Die Unterstützung für das Reformpaket der Bundesregierung ist gering. Nur 13 Prozent halten es für notwendig und unterstützenswert. 27 Prozent sehen die Notwendigkeit, zweifeln jedoch an der Umsetzung. Fast die Hälfte (45 Prozent) glaubt, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.
Meinungen zu Reformen
Besonders AfD-Wähler (65 Prozent) und Linke-Wähler (64 Prozent) lehnen das Reformpaket ab. Unter den Wählern der Grünen (44 Prozent) und SPD (40 Prozent) ist die Ablehnung geringer. Bei CDU/CSU-Wählern glaubt knapp jeder Dritte (30 Prozent), dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.
Yougov befragte zwischen dem 10. und 13. Juli 2.230 Personen online.An der „Sonntagsfrage“ nahmen 1.827 Personen teil.



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