Qualifizierungsgeld für Transformation wird kaum genutzt

Bundesagentur für Arbeit (Archiv)

Das 2024 eingeführte Qualifizierungsgeld für betriebsinterne Umschulungen wird kaum genutzt

Toyota Scheidt

Geringe Nutzung des Qualifizierungsgeldes

Das 2024 eingeführte Qualifizierungsgeld für betriebsinterne Umschulungen wird kaum genutzt. Von april 2024 bis Dezember 2025 erreichte die Förderung der Bundesagentur für Arbeit weniger als 400 Beschäftigte. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor,über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Hintergrund und Zielsetzung

Das Qualifizierungsgeld sollte Betrieben bei der Conversion helfen, indem es Umschulungen, etwa von Experten für Verbrenner-Autos auf E-Autos oder von traditionellen Installateuren auf Fotovoltaik und Wärmepumpen, fördert. Das Arbeitsministerium plante zunächst ein jährliches Budget von 360 Millionen Euro, reduzierte es jedoch für 2024 auf 200 Millionen Euro.Tatsächlich wurden 2024 nur 108.035 Euro und im Folgejahr 442.408 Euro ausgegeben.

Reaktionen und Kritik

Die Arbeitsmarktpolitikerin der grünen, Sylvia Rietenberg, bezeichnete die Zahlen als ernüchternd. Sie betonte, dass gute Instrumente nicht nur eingeführt, sondern auch praxistauglich weiterentwickelt werden müssten. Der Zentralverband des Handwerks (ZdH) empfiehlt die Abschaffung des Qualifizierungsgeldes,um den Instrumentenkasten der Qualifizierung übersichtlicher zu gestalten.Ein Sprecher des ZdH erklärte, dass der große Aufwand für Betriebe, die transformationsbedingte Umschulung nachzuweisen und eine bestimmte Belegschaftsgröße zu erfüllen, das Desinteresse verursacht.

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