Wirtschaftsforscher zweifeln an 80-Prozent-Ziel für Syrer

Vorstellung Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute Frühjahr 2026 am 01.04.2026
Gevita Tagesresidenz

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute zweifeln an der Aussage von Kanzler Friedrich Merz (CDU), dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten drei Jahren zurückkehren werden. Geraldine Dany-Knedlik vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte am Mittwoch, dass sich die politische Ankündigung und die ökonomische Realität wahrscheinlich deutlich unterscheiden werden

Wirtschaftsforschungsinstitute zweifeln an Rückkehrprognose

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute äußern‍ Zweifel an der⁢ Prognose von Kanzler Friedrich Merz (CDU), dass​ 80 Prozent der⁢ in Deutschland lebenden Syrer in den nächsten drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren werden.

Ökonomische Bedenken

Geraldine Dany-Knedlik⁢ vom Deutschen Institut für⁢ Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte, dass sich die politische Ankündigung und ⁢die ökonomische‍ Realität wahrscheinlich deutlich unterscheiden werden. Sie betonte, dass selbst eine teilweise ‌Umsetzung des Ziels⁤ den demografischen Druck auf⁤ das ‌Potenzialwachstum ⁢verschärfen​ würde, das ohnehin gegen⁢ null tendiert.Diese Entwicklung​ müsse in der wirtschaftspolitischen Debatte über Rückkehrer-Program berücksichtigt werden.

Auswirkungen auf das Potenzialwachstum

Auch Timo​ Wollmershäuser vom ifo-Institut wies auf‍ mögliche Folgen für das ​potenzialwachstum hin. Die Zuwanderungswellen der letzten Jahre hätten die demografische ⁢Wende verzögert. Eine⁢ Rückführung in diesem⁣ Umfang würde dem ⁢Produktionspotenzial einen Dämpfer verpassen.Ein ​Großteil der Betroffenen ‌sei in den Arbeitsmarkt⁢ integriert,⁤ was Potenzialeffekte nach sich ziehen würde, ‍so Wollmershäuser.


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