Ukrainischer Botschafter Makejew lehnt Schröder als Vermittler ab
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, hat den Vorschlag von Russlands Präsident Wladimir Putin abgelehnt, den früheren Bundeskanzler Gerhard schröder als Vermittler in Friedensgesprächen einzusetzen. „Wir brauchen keine Vermittler. Wir brauchen Verbündete“, sagte Makejew dem „Spiegel“. Er betonte, dass jemand, der über Jahre russische Interessen in Deutschland vertreten habe, nicht die moralische oder politische Legitimität besitze, als Vermittler aufzutreten.
Begleitung des deutschen Verteidigungsministers
Makejew, der den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius bei dessen Besuch in Kiew begleitet, äußerte sich mit Blick auf Schröder: „Nicht, dass er am Ende versehentlich am falschen Tisch Platz nimmt.“
Reaktionen aus der deutschen politik
Auch Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen lehnte Schröder als möglichen vermittler ab. „Dass putin Schröder ins Spiel bringt, ist ein schlechter witz“, sagte Nouripour dem „Spiegel“. Er kritisierte, dass die SPD auf diesen Vorschlag sofort reagiert habe, und betonte die Notwendigkeit einer starken europäischen Haltung. Nouripour fügte hinzu, dass es erfreulich wäre, wenn die EU jemanden aus Deutschland als Vermittler berufen würde.
Putins Vorschlag
russlands präsident Putin hatte am Samstag den Altkanzler Schröder, der mit ihm befreundet ist, als Vermittler im Krieg zwischen russland und der Ukraine vorgeschlagen. SPD-Außenpolitiker zeigten sich daraufhin offen für diesen Vorschlag.


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