Geplante Rüstungsinvestitionen
Die Bundesregierung hält trotz des abgekühlten Verhältnisses zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump am geplanten Kauf von Tomahawk-marschflugkörpern aus den USA fest. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, äußerte gegenüber der „Welt“, dass der Kauf nicht allein eine Frage des Preises sei. Er habe in Washington unterschiedliche Meinungen gehört, darunter, dass die Absage der Stationierung eine emotionale entscheidung Trumps gewesen sei oder dass das Thema als Verhandlungschip genutzt werde. Auch leere Lager und erschöpfte Produktionskapazitäten wurden als Gründe genannt.
Deutschlands Verteidigungsmaßnahmen
Trotz der Spannungen zwischen Trump und Merz werden Deutschlands Investitionen in die Verteidigung positiv wahrgenommen. Dazu zählt die Verlegung eines Minenjagdbootes ins Mittelmeer,das nach dem Krieg im Iran in der Straße von Hormus eingesetzt werden könnte.Hakverdi betonte, dass Washington die Maßnahmen Deutschlands zur Verstärkung der Minenräumkapazitäten im Mittelmeerraum genau beobachte.
Reaktionen auf politische Spannungen
Trumps Reaktion auf Merz‘ Kritik Anfang des Monats wird in Washington als persönliche Enttäuschung gewertet, so Hakverdi. Dies ändere jedoch nichts daran, dass Deutschland aus US-Sicht sicherheitspolitische Anforderungen erfülle oder sogar übererfülle. Der Nato-Gipfel im Juli in Ankara sei eine Gelegenheit, um auf den deutschen Beitrag hinzuweisen.


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