DRK fordert zusätzliche Milliarden für Bevölkerungsschutz

DRK-Helfer (Archiv)

<h3>Forderung nach mehr Mitteln für Zivil- und Bevölkerungsschutz</h3> Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Herrmann Gröhe, fordert zusätzliche Milliarden für den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland. In der "Süddeutschen Zeitung" betonte Gröhe, dass die Bundesregierung angesichts eines möglichen Angriffsszenarios auf die NATO im Jahr 2029 den Schutz der Bevölkerung bereits jetzt verstärken müsse

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Forderung nach mehr Mitteln für Zivil- und Bevölkerungsschutz

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Herrmann Gröhe, fordert angesichts wachsender Sicherheitsrisiken zusätzliche Milliarden für den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland.

Dringlichkeit des Ausbaus

Gröhe erklärte in der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Bundesregierung den Schutz der Bevölkerung bereits jetzt verstärken müsse, wenn sie mit einem angriffsszenario auf die NATO im Jahr 2029 rechne. Fähigkeiten zum Zivilschutz, auch für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung, müssten mit hoher Geschwindigkeit aufgebaut werden. Derzeit sei das Material für ehrenamtliche Helfer veraltet, kritisierte Gröhe.

Finanzielle forderungen

Die großen Hilfsorganisationen fordern eine „Zeitenwende“ im Zivilschutz. Gröhe betonte, dass das DRK zwei Milliarden Euro bis 2027 benötige, gefolgt von einer Milliarde Euro jährlich. Dies sei im Vergleich zum angestrebten Verteidigungshaushalt von 180 Milliarden Euro bis 2030 relativ gering. Oliver Meermann, Bundesvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, forderte eine Vervierfachung der jährlichen Mittel auf etwa 2,6 Milliarden Euro.

Vorbild Ukraine

Deutschland solle sich an der Ukraine orientieren, die laut Fachleuten aufgrund ihrer Schutzmechanismen eine hohe widerstandsfähigkeit zeige. Gröhe betonte, dass es keine Gesamtverteidigung ohne Bevölkerungsschutz gebe. Die bundeswehr geht davon aus, dass Russland spätestens 2029 versuchen könnte, NATO-Gebiet zu testen. Gröhe warnte, dass ohne bessere Vorbereitung die Bevölkerung im Ernstfall im Stich gelassen werde.

Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung

Das geforderte Geld solle in den Rettungsdienst, Infrastruktur wie mobile Unterkünfte und die Ausbildung von Pflegeunterstützungskräften und Ersthelfern fließen. Gröhe betonte die Notwendigkeit, jetzt helfende Hände auszubilden, da es im Krisenfall zu spät sei.

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