SPD-Migrationspolitikerin erwog Niederlegung ihres Mandats

Rasha Nasr (Archiv)

Die SPD-Politikerin Rasha Nasr hat im vergangenen Jahr wegen der Migrationspolitik der schwarz-roten Koalition erwogen, ihr Bundestagsmandat niederzulegen

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SPD-Politikerin Rasha Nasr dachte über Mandatsverzicht nach

Die SPD-politikerin Rasha Nasr‌ hat im vergangenen Jahr erwogen, ⁣wegen der Migrationspolitik der schwarz-roten Koalition ihr Bundestagsmandat niederzulegen. Sie begründete dies mit ihrer Unzufriedenheit über zentrale ⁢entscheidungen zur Migrationspolitik.

Unzufriedenheit mit ​Migrationspolitik der Koalition

Nasr sagte⁣ dem „Spiegel“,sie sei⁤ in die Politik gegangen,um „für etwas zu kämpfen“. Derzeit kämpfe sie jedoch „ständig ​gegen etwas“. Im Sommer 2025⁢ habe sie deshalb darüber nachgedacht, aufzuhören. Zugleich erklärte die migrationspolitische Sprecherin der ⁢SPD-Bundestagsfraktion, es fühle sich „falsch an, aufzuhören, weil‌ es gerade schwer ist“.

Aussetzung des Familiennachzugs als Auslöser

Besonders schwer sei ​Nasr die Aussetzung des Familiennachzugs‌ gefallen, die die schwarz-rote Koalition im vergangenen Jahr beschloss. Sie⁢ schilderte,sie weine,wenn sie⁣ ihre Tochter⁣ „ein paar ⁣Tage nicht“ sehe,und stimme dann ‌dafür,„dass andere Familien getrennt ‌bleiben“. Dieser⁤ Widerspruch habe ihr „krass den Spiegel⁣ vorgehalten“.

Bewertung der eigenen abstimmung

Nasr erklärte, sie würde der Aussetzung des familiennachzugs⁢ heute nicht mehr zustimmen. Vor der Abstimmung ‌habe sie sich unter Druck setzen lassen. Ihr sei gesagt worden: „Du willst nicht dafür verantwortlich sein, dass wir nur mit​ den Stimmen der afd eine Mehrheit‌ bekommen.“ Daraufhin habe sie zugestimmt. Rückblickend sagte sie, sie hätte deutlich machen müssen, dass es‌ „vielleicht einfach‍ ein beschissenes Gesetz“ sei, wenn man sich davor fürchte, mit den stimmen ⁢der AfD‍ eine Mehrheit zu erhalten.

Kritik an Entscheidung zu sicheren Herkunftsstaaten

Die Entscheidung der schwarz-roten Koalition,⁢ dass⁤ die ⁣Bundesregierung künftig im Alleingang über ‌sichere Herkunftsstaaten entscheiden kann, bezeichnete Nasr als „totale Scheiße“.

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