Gesundheitsreformer warnt vor Doppelbelastung von Beitragszahlern

Gesundheits-Kommission legt Vorschläge vor (Archiv)

Lob und Kritik für Gesundheitsministerin Nina Warkens: Die Finanzkommission Gesundheit würdigt die Übernahme vieler ihrer Vorschläge, äußert jedoch auch Bedenken am Sparprogramm

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Lob und Kritik an Sparprogramm von Gesundheitsministerin Warkens

Aus der Finanzkommission Gesundheit kommt sowohl Lob als auch kritik an dem Sparprogramm von Gesundheitsministerin Nina Warkens (CDU).

Übernahme von Vorschlägen

Die Ministerin hat viele Vorschläge des Expertengremiums übernommen. Der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, Ferdinand Gerlach, bezeichnete dies im „Spiegel“ als „zunächst einmal erfreulich“. Gerlach ist Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt.

Kritik an Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

Gerlach äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der geplanten zusätzlichen Anhebung der beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro. Die Kommission hatte sich gegen diesen Schritt ausgesprochen, da er eine Abwanderung in die private Krankenversicherung auslösen könnte. Gerlach warnte: „Die Gutverdiener dauerhaft aus der gesetzlichen Rente zu vertreiben,ist ein Risiko.“

Gefahr der Lohnüberwälzung

Zudem sieht die Kommission die Gefahr der „Lohnüberwälzung“. Obwohl die Kosten durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze „auf dem Papier“ zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern geteilt würden, könnten langfristig höhere Arbeitgeberkosten zu geringeren Lohnzuwächsen führen. Gerlach befürchtet, dass die Beitragszahler dadurch doppelt belastet würden.

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