SPD kritisiert US-Truppenabzug
Die SPD hat die Ankündigung der USA, einen begrenzten Truppenabzug aus Deutschland vorzunehmen, scharf kritisiert.Die SPD-Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller betonte in der „Welt am Sonntag“, dass die Präsenz der US-Truppen dem „sicherheitspolitischen Interesse“ beider Länder diene. Die USA profitierten erheblich davon.Möller bezeichnete die Drohungen von US-Präsident Donald Trump als erratisch und die Ankündigung des Teilabzugs als strategielos. Sie forderte die Europäer auf, stärker in die eigene Sicherheitsarchitektur zu investieren.
Reaktionen aus der CDU
Auch in der CDU löst die US-Ankündigung Besorgnis aus. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt erklärte,dass der geplante Abzug von 5.000 US-Soldaten die Glaubwürdigkeit der konventionellen Abschreckung gefährde. Er hob die strategische Bedeutung der US-Präsenz in Deutschland hervor und hoffte, dass die Entscheidung nicht unumkehrbar sei. Hardt betonte die Notwendigkeit, die transatlantische Zusammenarbeit zu stärken.
Linke fordert Schließung der US-Basen
Der Linken-Fraktionschef Sören Pellmann bezeichnete die Ankündigung als „viel heiße Luft“ und forderte die Schließung der US-Militärbasen in Deutschland. Er argumentierte, dass Militäreinsätze von deutschem Boden aus nicht mit dem Friedensgebot des Grundgesetzes vereinbar seien. Pellmann kritisierte das Fehlen eines Konversionsplans und warnte vor den sozialen Folgen eines unvorbereiteten Strukturwandels.
militärexperte warnt vor Fähigkeitslücke
Der Militärexperte Carlo Masala äußerte Bedenken über die Ankündigung, dass die geplante Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern und Dark-Eagle-Hyperschallraketen in mainz-Kastel nicht erfolgen werde.Dies schaffe eine wichtige Fähigkeitslücke in der Abschreckung Russlands, die erst später mit europäischen Waffen geschlossen werden könne.



Schreibe einen Kommentar