SPD-Chefin: Koalition muss sich mehr am Riemen reißen

Kabinettssitzung am 06.05.2026

SPD-Chefin Bärbel Bas zeigt sich nach den jüngsten Koalitionsauseinandersetzungen selbstkritisch und appelliert an das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein von Union und SPD

Gevita Tagesresidenz

Selbstkritik und Appell von SPD-Chefin Bärbel Bas

SPD-Chefin Bärbel Bas hat sich nach den jüngsten Auseinandersetzungen in der Koalition selbstkritisch gezeigt und an das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein von Union und SPD appelliert. „in den vergangenen Wochen hat es ordentlich geruckelt“,sagte Bas dem „Spiegel“. sie betonte die Notwendigkeit, dass sich alle Beteiligten „mehr am Riemen reißen“ müssen.

Gründe für die Spannungen

Bas nannte die krisenhafte Weltlage und die Größe der anstehenden Reformen als Gründe für die Spannungen. Zudem gebe es inhaltliche Differenzen zwischen ihr und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). diese Differenzen würden teilweise auch öffentlich ausgetragen, was laut Bas nicht zielführend sei und beide Parteien schwäche. Dennoch sei es wichtig, die eigenen Positionen deutlich zu machen, was sie als „Balanceakt“ bezeichnete.

Kritik an der Union

In Bezug auf Kritik aus der union an ihrer rede zum 1. Mai stellte Bas klar, dass sie nicht die Union, sondern eine bestimmte politische Erzählung kritisiert habe. Diese Erzählung suggeriere, dass Menschen zu wenig arbeiten und die Wirtschaft nur durch mehr Arbeitsstunden oder weniger Feiertage wachsen könne. Bas wehrte sich gegen diese Darstellung, da sie viel Wut bei hart arbeitenden menschen auslöse.

Verhinderung eines Koalitionsscheiterns

bas kündigte an, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Scheitern der Koalition zu verhindern. Ein Scheitern würde ihrer Meinung nach nur der afd in die Hände spielen. Sie betonte ihre Verantwortung, die koalition erfolgreich zu gestalten, und versprach, mit voller Überzeugung für die Regierung zu kämpfen.

Offenheit für dialog

Bas zeigte sich offen für einen erneuten informellen Austausch mit Kanzler Merz, wie sie es bereits in der Vergangenheit bei einem Bier getan hatte.Sie betonte die Vorteile eines Gesprächs abseits des starren Terminkalenders und äußerte den wunsch, dass dabei ein Bier aus dem Ruhrgebiet, idealerweise ein Pils aus Duisburg, ausgeschenkt werde.

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Gevita Tagesresidenz

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