Söder geht in Gipfel-Affäre auf Distanz zu Weimer

Wolfram Weimer am 27.11.2025
Gevita Tagesresidenz

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegenüber dem Magazin „Focus" zu den Vorwürfen gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer geäußert und dabei Distanz erkennen lassen

Söder ⁢äußert sich zu Vorwürfen gegen kulturstaatsminister Weimer

Bayerns Ministerpräsident Markus ⁣Söder hat sich in einem Interview mit dem magazin „Focus“ zu den Vorwürfen gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer geäußert und dabei distanz erkennen lassen.

Hintergrund der Kritik an Wolfram Weimer

Angebot beim Ludwig-Erhard-Gipfel

Der Kulturstaatsminister war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten. Im Mittelpunkt stand ein⁤ Angebot ​des ​von ihm gegründeten Ludwig-Erhard-Gipfels am tegernsee. teilnehmern der Veranstaltung, bei der auch Mitglieder der Bundesregierung angekündigt waren, wurde gegen die Zahlung von bis zu rund ⁣80.000 Euro unter anderem „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ in Aussicht ⁤gestellt.Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die damit​ verbundenen Vorwürfe am⁢ Wochenende in ⁤der ARD als haltlos bezeichnet. Er sagte, die Vorwürfe, die gegen Wolfram Weimer erhoben⁣ wurden, hätten sich als falsch erwiesen.

Bewertung durch Markus Söder

Rolle von Bundeskanzler Merz

Gefragt, ob er den Vorgang ebenso einschätze wie Friedrich Merz, antwortete‍ Söder: „Das kann Friedrich Merz ⁤besser beurteilen.“ Es sei die bewusste Entscheidung des Bundeskanzlers gewesen, Wolfram Weimer ins ‍Kanzleramt zu berufen.

Söder verwies auf ​das Verhältnis zwischen ‍Merz und Weimer: „Die beiden sind ja auch, glaube ich, sehr, sehr befreundet, ‌haben auch viele Bergtouren oder Touren um den See gemacht.“ Weiter ⁣sagte ⁣er: „Insofern glaube ich,​ ist die Nähe größer, aber ‍auch die Kenntnis um das Problem größer und wenn Friedrich Merz sagt, das ist‌ okay⁣ für ihn, dann ist es auch okay.“

Frage nach personellen Konsequenzen

Zu‍ möglichen personellen Konsequenzen ‌für Wolfram Weimer stellte Söder klar: „Entscheidungen über das Amt trifft​ nur der Bundeskanzler und der⁤ hat sich klar hinter Herrn Weimer gestellt. Insofern ist die personelle Frage, die diskutiert wird, glaube ich, in Berlin erst ‌mal entschieden.“

Prüfung der Förderung in Bayern

Rolle der bayerischen Staatskanzlei

Söder äußerte sich auch dazu,⁤ dass die bayerische Staatskanzlei inzwischen die finanzielle ‍Förderung der Veranstaltung in der Vergangenheit prüfe. Er sagte: „Ich habe selber da⁢ keinen Überblick, aber⁢ ich nehme das ernst, weil wir in ‌Bayern – und ich auch ganz persönlich – immer extrem auf die Trennung von Partei- und Staatsamt achten. Wir nehmen das​ in Bayern sehr, sehr ernst.“

Trennung von politik und wirtschaftlichen Interessen

Abschließend sagte Söder mit Blick auf‍ den Vorgang: „Ich sage es mal so: Man muss ⁢sich entscheiden, Blaulicht oder Konto. Entweder will man Geld verdienen oder man will in der Politik bleiben. Zusammen geht es nicht.“


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