unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) hält es trotz scharfer Kritik des Bundeskanzlers weiterhin für richtig, sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gegen den Kurs des Spitzenkandidaten Sven Schulze gestellt zu haben.
Reaktion auf die Kritik
Äußerungen zu Prinzipien und Glaubwürdigkeit
Müller sagte den Sendern RTL und ntv, es sei richtig, die Prinzipien und Grundsätze der CDU offen auszusprechen. Er betonte, der Wähler müsse wissen, was die Partei nach der Wahl mache. Für ihn sei klar: „Nicht mit den Rechten und nicht mit den Linken.“
Umgang mit öffentlicher Schelte
von der öffentlichen Schelte des Kanzlers zeigte sich Müller unbeeindruckt. „ich nehme nicht nur Kritik an, sondern ich bin sehr offen für Kritik.“ Die CDU brauche Glaubwürdigkeit. „Das, was ich seit Monaten und Jahren immer vertrete, ist der Grundgedanke der Christdemokratie.“
Vorgeschichte der Auseinandersetzung
Müller hatte unmittelbar vor der Landtagswahl erklärt, die AfD habe bei einem starken Ergebnis den Regierungsauftrag. die CDU solle sich nicht mithilfe der Linkspartei an der Macht halten. Der Kanzler warf ihm daraufhin vor, Spitzenkandidat Sven Schulze in den Rücken gefallen zu sein.
Kandidatur und Parteiziele
Müller kündigte am Montagabend seine kandidatur für den CDU-Landesvorsitz in Sachsen-Anhalt an. Bei RTL und ntv versprach er für den Fall seiner Wahl einen Neuanfang. „Wir müssen unsere Landespartei wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Es muss alles neu. Wir brauchen Glaubwürdigkeit zurück.“
Regierungsoptionen und nächster Schritt
Einer Debatte über einen überparteilichen Ministerpräsidenten erteilte Müller eine Absage. „Ich beteilige mich nicht an diesen Diskussionen“, sagte er. „wir haben die historisch schlechteste Wahl erlebt für die CDU Sachsen-Anhalt. Es verbietet sich,über irgendwelche Regierungskonstellationen nachzudenken.“ Bis zur Wahl eines Nachfolgers bleibe Ministerpräsident Sven Schulze geschäftsführend im Amt. Das Ergebnis nehme die CDU „mit Demut“ entgegen.



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