Schulze will Wahlkampf in Sachsen-Anhalt auf sich zuschneiden

Sven Schulze (Archiv)

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) zieht aus der Niederlage von Manuel Hagel und der Südwest-CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg Schlüsse für seinen Wahlkampf

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Schulze zieht‍ Lehren aus Baden-Württemberg

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat aus der Niederlage von Spitzenkandidat Manuel Hagel und der Südwest-CDU bei der Landtagswahl ​in​ Baden-Württemberg ⁣Schlüsse für seinen ⁤eigenen⁢ Wahlkampf gezogen. „Umfragen sind das eine, das Ergebnis ‌am Wahltag ist etwas⁤ anderes“, sagte schulze der „Welt“. Die Grünen hätten ‌viele Monate deutlich hinter der CDU gelegen, was sich im ergebnis nicht widergespiegelt habe. „Am Ende kommt es vor allem auf den Spitzenkandidaten an – immer weniger auf Program und Parteien.“

Fokussierung auf Spitzenkandidaten

Schulze erwartet in Sachsen-Anhalt eine Fokussierung auf zwei Parteien, ähnlich wie in Baden-Württemberg. ⁤“Im Südwesten waren ‌es CDU und Grüne, in Sachsen-Anhalt wird es CDU gegen die AfD sein“, erklärte er. ​Der Wahlkampf werde stark auf ihn zugeschnitten sein. „Als Ministerpräsident habe ich die Möglichkeit, ⁣durch meine Regierungsarbeit zu zeigen, wie ich mir die zukunft unseres Landes⁣ vorstelle. Von Umfragen und Zwischenständen lasse ich mich bis dahin nicht beirren. ‍Am Ende zählt der Wahltag.“

Einfluss der Bundespolitik

Schulze betonte, dass die Themen in Landtagswahlen stark⁣ vom jeweiligen Bundesland abhängen, jedoch nie ‌völlig losgelöst von der Bewertung‍ einer‍ Bundesregierung seien. Er stellte fest,dass die Union auf Bundesebene zuletzt „leicht zugelegt“ habe,was in den nächsten⁤ Monaten noch stärker werden müsse.

Bürgerlich-konservatives Profil

Die CDU in Sachsen-anhalt werde ⁢ein „deutliches bürgerlich-konservatives Profil“ zeigen, kündigte Schulze an. „Wir äußern uns zu den Themen, die unser Bundesland⁣ betreffen,⁣ und entscheiden danach, ‌was richtig und gut für Sachsen-Anhalt ist.“ als ​Beispiel ‍nannte er seine Forderung nach einer Reform des⁣ europäischen Zertifikatehandels für die Industrie, die ‍er für notwendig hält, auch wenn sie in Teilen der Bundesregierung auf Widerstand ‍stößt.

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