Proteste gegen Gesundheitsreform
Linken-chefin Ines Schwerdtner hat vor dem kanzleramt gegen die vom Bundeskabinett beschlossene Gesundheitsreform demonstriert. Sie wirft der Bundesregierung soziale Schieflagen vor. Laut Schwerdtner führe die Reform zu steigenden Beiträgen und höheren Medikamentenkosten.“Die Hauptkritik ist, dass vor allem die Patientinnen und eben auch die Beschäftigten dafür bezahlen müssen“, sagte Schwerdtner. Sie fordert stattdessen eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen müssten, einschließlich Reicher und Pharmakonzerne.Schwerdtner kündigte weiteren Widerstand gegen die Pläne an.
kritik von Co-Parteichef Jan van Aken
Schwerdtners Co-Parteichef Jan van Aken äußerte sich ebenfalls kritisch. „Das ist keine Reform, sondern ein Angriff auf uns alle“, sagte er der „Welt“. Er sieht die Pharma-Lobby und Konzerne als Gewinner der Reform, während hart arbeitende Menschen mehr zahlen, länger warten und schlechter behandelt werden müssten. Van Aken kritisierte die „ungerechte“ Finanzierung der Krankenkassen und die unberührte „zwei-Klassen-Medizin“.
Hausärzteverband fordert Nachbesserungen
Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, kritisierte die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung scharf. Er bezeichnete sie als „planloses Sammelsurium an Kürzungen“ und forderte Nachbesserungen. Blumenthal-Beier warnte, dass die Reform die Umsetzung eines hausärztlichen Primärversorgungssystems torpediere und forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, im parlamentarischen Verfahren nachzubessern. Er drohte mit Protestaktionen, falls keine Änderungen erfolgen.



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