Klingbeil-Berater hält höheren Spitzensteuersatz für zwingend

Grundsteuerbescheid (Archiv)

Der Ökonom Jens Südekum hält höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Gegenfinanzierung einer Einkommensteuerreform für unverzichtbar

Toyota Scheidt

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener

der Ökonom jens Südekum hält höhere Steuern für Spitzenverdiener zur Gegenfinanzierung einer Einkommensteuerreform für notwendig. In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ betont er,dass höhere Spitzen- und Reichensteuersätze „zwingend erforderlich“ seien,um die geplante Entlastung auf kleine und mittlere Einkommen zu konzentrieren.

Begründung und Vorschläge

Südekum, Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), verweist auf die angespannte Haushaltslage. Er argumentiert, dass eine Senkung der Einkommensteuersätze in den unteren Progressionszonen zu geringeren Steuereinnahmen führen werde. Die Wachstumsimpulse der Reform allein reichten nicht zur Gegenfinanzierung aus.

Kritik an Sparmaßnahmen

Pauschale Sparappelle hält Südekum für unzureichend. Der Vorschlag, Steuerausfälle durch Subventionsabbau und geringere Verwaltungskosten auszugleichen, sei unrealistisch. „Sparen ist immer konkret“,erklärt er und bemängelt das Fehlen spezifischer Einsparvorschläge.

Reaktion auf Kritik

Das Argument, höhere Steuern für hohe Einkommen träfen auch Personenunternehmen, weist Südekum zurück. Diese könnten sich bereits im Rahmen des Optionsmodells wie Kapitalgesellschaften besteuern lassen. Der Staat könne diesen Wechsel noch unbürokratischer gestalten.

Artikel teilen


Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen