Drei Monate nach Ausweitung der EU-Mission irini auf den Kampf gegen Russlands Schattenflotte hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erstmals Bilanz gezogen. Im Rahmen von EU-Marineoperationen seien in den letzten Monaten sechs Inspektionen unter vollständiger Einhaltung des Völkerrechts durchgeführt worden, sagte Kallas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Bilanz der einsätze
Inspektionen
Kallas sagte, es habe in den vergangenen Monaten sechs Boardings gegeben. Diese seien im Rahmen von EU-Marineoperationen und unter vollständiger Einhaltung des Völkerrechts erfolgt.
Maßnahmen und Sanktionen
Sanktionen
Kallas erklärte: „Jedes Boarding koste Russland Zeit und Geld. boarding-Einsätze durch spezialeinheiten sorgten zwar für Schlagzeilen, doch der größte Druck entstehe durch diplomatische Maßnahmen. Die EU habe bislang rund 670 Schiffe mit Sanktionen belegt.“
Registerstreichungen
Länder in Afrika hätten auf Bitte der EU Hunderte Schiffe aus ihrem Register gestrichen, sagte Kallas weiter. Demnach mache der Verlust der Flagge einen Tanker anfälliger für Inspektionen und Festsetzungen. Behörden, Versicherer, Banken und Händler zögerten demnach, mit solchen Schiffen Geschäfte zu tätigen.
risiken durch die schattenflotte
Ökologische und sicherheitsrelevante Gefahren
Die EU-Chefdiplomatin warnte, die Schiffe der russischen Schattenflotte finansierten nicht nur den Krieg, sondern seien auch ökologische Zeitbomben. Sie seien oft alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert. kallas sagte: „Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die nächste große Ölkatastrophe an unseren Küsten von der Schattenflotte ausgehen werde.“ Sie fügte hinzu: „Hier gehe es nicht nur um Kriegsfinanzierung. Schiffe der Schattenflotte hätten als Ausgangspunkt für hybride Angriffe gedient.“







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