Christoph Heusgen kritisiert Truppenabzug
Der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, hat US-Präsident Donald Trump wegen des angekündigten Abzugs von 5.000 US-Soldaten aus deutschland scharf kritisiert. Heusgen äußerte sich gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ und bezeichnete die Entscheidung als Reaktion eines Egozentrikers, der keine Kritik vertrage.
US-Interessen in Deutschland
Heusgen betonte, dass die in deutschland stationierten US-Soldaten vor allem amerikanischen Interessen dienten. Die US-Kommandos für Europa und Afrika seien in Deutschland stationiert. Zudem befinde sich in Ramstein ein bedeutender Luftstützpunkt für die logistische Versorgung amerikanischer Truppen in Übersee.Das Militärkrankenhaus in Landstuhl sei für die Erstversorgung von US-Einsatztruppen lebenswichtig. ein Abzug der Truppen würde daher den USA selbst schaden.
Empfehlung zur Gelassenheit
Heusgen erinnerte daran, dass Trump bereits während seiner ersten Amtszeit mit der Verringerung amerikanischer Truppen in Europa gedroht habe. Am Ende seien jedoch mehr US-Soldaten in Europa stationiert gewesen als zu Beginn. Daher sei eine gewisse Gelassenheit angebracht. „Wir sollten nicht über jedes Stöckchen springen, das Trump uns hinhält“, fügte Heusgen hinzu.



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