Unterstützung für designierten Siemens-Aufsichtsratschef
Jim Hagemann Snabe und Nathalie von Siemens haben dem designierten Chefkontrolleur Mark Schneider vor seinem Amtsantritt im Siemens-Aufsichtsrat den Rücken gestärkt. Snabe erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“, Schneider sei die ideale Besetzung und werde seine Aufgabe sehr gut erfüllen. Schneider habe sich bereits gut eingearbeitet und kenne das Unternehmen sowie seine Kultur.
Bestätigung durch den Aufsichtsrat
Am Dienstag stand die offizielle Bestätigung Schneiders auf der Tagesordnung des Siemens-Aufsichtsrats. Nach der Hauptversammlung Anfang 2027 soll Schneider eine der wichtigsten Positionen in der deutschen Industrie übernehmen.Der ehemalige Nestlé-Chef ist seit knapp anderthalb Jahren einfaches Mitglied des Kontrollgremiums. Snabe betonte,dass Schneider nicht die gleiche Technologieerfahrung wie er selbst mitbringe,diese Rolle würden künftig andere Aufsichtsräte übernehmen. Schneider sei ein Dirigent der Transformation und benötige ausreichend Technologiekompetenz im Raum, was gesichert sei.
Vertrauen der Gründerfamilie
Das „Manager Magazin“ berichtete über Zweifel der Gründerfamilie an Schneider, die etwa sechs Prozent der Anteile hält. Nathalie von Siemens, die die Familie im Aufsichtsrat vertritt, versicherte jedoch dem „Handelsblatt“, dass die Familie volles Vertrauen in die Unternehmensprozesse und die ausgewählten Führungspersönlichkeiten habe, insbesondere in Mark Schneider.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Nathalie von Siemens wird den Aufsichtsrat nach der nächsten Hauptversammlung aus Gründen der guten Unternehmensführung verlassen. Ihr Nachfolger wird Christoph von Seidel, ein weiteres Familienmitglied. Digitalkompetenz soll künftig insbesondere Ola Rollén einbringen, der Chairman und ehemalige CEO des schwedischen Technologieunternehmens Hexagon. Marion Helmes wird als dritte neue Aufsichtsrätin hinzukommen.


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