Franziska Brantner fordert europäische nukleare Abschreckung
Franziska Brantner, Ko-Vorsitzende der Grünen, hat sich für eine eigenständige nukleare Abschreckung Europas in Zusammenarbeit mit Frankreich und Großbritannien ausgesprochen. Der US-Nuklearschirm sei zwar verlässlich, jedoch hätten die USA signalisiert, dass sie langfristig nicht vollständig für Europas Sicherheit einstehen würden, sagte Brantner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Einfluss von Donald Trump
Brantner wies darauf hin, dass die Politik von Donald Trump diese Entwicklung verstärken könnte. Sie betonte die Notwendigkeit, mit den europäischen atommächten über ihre Bereitschaft und Erwartungen zu sprechen.
Keine nationale Aufrüstung
Brantner lehnte die Idee einer nationalen nuklearen Aufrüstung Deutschlands ab. Der Nichtverbreitungsvertrag verbiete zusätzliche Nuklearmächte, was sie als richtig erachtet.
Kooperation mit frankreich
Brantner zeigte sich offen für ein Angebot des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, französische atombomber in europäischen Partnerländern zu stationieren. Sie betonte, dass solche Entscheidungen europäisch abgestimmt werden müssten.
Zukunft der europäischen Verteidigung
Brantner plädiert für eine Europäische Verteidigungsunion, die über den Nuklearschirm hinausgeht. Sie sieht Deutschlands Beitrag vor allem in der konventionellen Verteidigung. Die Grünen-Vorsitzende hofft, dass Frankreich auch bei einer möglichen Präsidentschaft des Rassemblement National an einer zusammenarbeit interessiert bleibt.
Verantwortung der Grünen
Brantner räumte ein, dass es in ihrer Partei Bedenken gebe. Sie betonte jedoch die Verantwortung der Grünen, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen.



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