Asylanträge nach Zurückweisungen an der Grenze
Nur ein kleiner Teil der an der Grenze zurückgewiesenen Ausländer stellt später einen Asylantrag in Deutschland. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD hervor, über die die „Welt“ berichtet. Demnach werden monatlich zwischen 3.000 und 4.000 Personen zurückgewiesen. Von diesen stellen meist zwischen 300 und 400 Personen später einen Asylantrag.
Statistiken und Zahlen
Zwischen dem 1. Mai 2025 und dem 30. April 2026 haben insgesamt 5.020 Personen einen asylantrag gestellt oder einen Schutzstatus erhalten,die zuvor an einer Grenze zu Deutschland zurückgewiesen wurden.Von diesen erhielten 845 Personen im genannten Zeitraum einen Schutzstatus. Die Bundespolizei wies im Zeitraum vom 1. Mai 2025 bis 31. März 2026 insgesamt 38.831 Personen zurück. Diese Daten basieren auf der Polizeilichen Eingangsstatistik und könnten sich durch Nacherfassungen noch geringfügig ändern.
Politische Reaktionen
afd-Fraktionsvize Sebastian Münzenmeier betonte die Wichtigkeit von Grenzkontrollen und forderte eine Sperrfrist für zurückgewiesene Migranten. Er schlug vor,Asylverfahren in Drittstaaten auszulagern und den Sozialstaat als Anreiz zu reduzieren. In der Migrationsforschung wird das Modell der push- und Pull-Faktoren kritisch gesehen, da es die komplexität von Migrationsprozessen vereinfacht.
Polizeiliche Maßnahmen
Heiko Teggatz, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft DPolG, erklärte, dass Grenzkontrollen wirkten. Zurückgewiesene Personen würden erkennungsdienstlich behandelt, Fingerabdrücke und Lichtbilder würden aufgenommen. Diese Daten werden im Ausländerzentralregister erfasst,was die Feststellung erleichtert,welches europäische Land für das Asylverfahren zuständig ist.



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