IRC sieht Hilfsreaktion bei Ebola-Ausbruch im Rückstand

Ebola-Hinweisplakat (Archiv)

Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) warnt vor einem möglichen Rekordausbruch von Ebola im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Der Ausbruch breite sich schneller aus als die Reaktionsmaßnahmen, so die Organisation

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Warnung vor Ebola-Ausbruch im Osten der DR Kongo

Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) hat gewarnt, dass der ebola-Ausbruch im Osten der demokratischen Republik Kongo (DRK) ohne sofortiges internationales handeln zum tödlichsten Ausbruch aller Zeiten werden könnte. Der Ausbruch breite sich schneller aus als die Reaktionsmaßnahmen,teilte die Organisation mit.

Herausforderungen und Risiken

Anhaltende Konflikte und Vertreibungen erhöhen das Risiko einer regionalen Ausbreitung. Drastische globale Hilfskürzungen haben zudem die Gesundheitssysteme und die Ausbruchsvorsorge im Osten der DRK geschwächt. „Die Warnsignale stehen auf Rot“, sagte Bob Kitchen, Vizepräsident für Notfalleinsätze bei IRC. Der aktuelle Ausbruch trifft auf weniger Ressourcen als der Ausbruch von 2018-2020, der über 2.000 Menschenleben forderte.

Forderungen des IRC

Das IRC fordert mehrere Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs. Ein UN-Koordinator sollte durch das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ernannt werden, um die regionale Reaktion der Gesundheitsbehörde Africa CDC zu unterstützen. Einfuhrbeschränkungen für Schutzausrüstung müssten aufgehoben, die Akkreditierung von spezialisierten NGOs beschleunigt und humanitärer Zugang sowie Lieferung kritischer medizinischer Ausrüstung sichergestellt werden.

Fokus auf Frauen und Mädchen

Frauen und Mädchen sollten in den Mittelpunkt der Reaktion gestellt werden, da sie derzeit zwei Drittel der Verdachtsfälle ausmachen. Langfristige Investitionen in das Gesundheitssystem der DRK sind notwendig,um künftige Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu stoppen. Der aktuelle Ausbruch könne noch eingedämmt werden, wenn Regierungen, Geberinstitutionen, UN-organisationen und humanitäre Hilfsorganisationen dringend gemeinsam mit der Africa CDC handeln, um Ersthelfer und betroffene Gemeinden zu unterstützen.

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