Einleitung
Das neue altersvorsorgedepot könnte ein erhebliches finanzielles Risiko für den Bundeshaushalt darstellen. Grund sind die hohen staatlichen Zulagen und mögliche Steuerausfälle, wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ berichtet.
Hintergrund
Ab dem 1. Januar 2027 sollen Arbeitnehmer und Selbstständige mit staatlich geförderten Aktienfonds und ETFs für das Alter vorsorgen können. Etwa 42 Millionen Menschen in Deutschland könnten Anspruch auf ein solches depot haben. Das Angebot soll die Riester-Rente ablösen und wird von Experten als Fortschritt angesehen.
Finanzielle Auswirkungen
Das Bundesfinanzministerium rechnet mit jährlichen Steuerausfällen von bis zu 880 Millionen Euro bis 2030. Die Ausgaben für staatliche Zuschüsse könnten steigen, wenn die Zahl der Vorsorgeverträge zunimmt.Derzeit gibt der Bund für knapp zehn Millionen Riester-Verträge etwa vier Milliarden Euro jährlich aus. Bei einer Verdoppelung der Verträge könnten die Kosten in den zweistelligen Milliardenbereich steigen.
Reaktionen und Prognosen
Koalitionsvertreter räumen ein, dass die bisherigen Annahmen zur Kostenentwicklung „schön gerechnet“ seien. Banken und Fondsgesellschaften erwarten einen Ansturm auf das neue Depot und rechnen mit einer Verdoppelung der geförderten Vorsorgeverträge. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums betonte, dass die Kalkulationen keine Prognosen zu zukünftigen Veränderungen der Fallzahlen enthalten.


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