Energiekrise: Schnieder lehnt Tempolimit weiterhin ab

Aral-Tankstelle an einer Autobahn (Archiv)

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) lehnt die Empfehlung der Internationalen Energieagentur ab, die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen um 10 km/h zu senken. "Der Staat muss nicht überall die Nanny sein", sagte Schnieder dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland

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Bundesverkehrsminister lehnt Tempolimit ab

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat sich gegen die Empfehlung der Internationalen Energieagentur (IEA) ausgesprochen,die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen um 10 km/h zu senken. „Der Staat muss nicht überall die Nanny sein und jedem erklären, was gut und richtig ist“, sagte Schnieder dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Ein Tempolimit halte er für unnötig.

Vernunft der Bürger im Fokus

Schnieder setzt auf die Vernunft der Bürger. „Wer jetzt noch nicht kapiert hat, dass er bei 180 oder 200 auf der Autobahn den Tank viel schneller leer fährt und damit das Portemonnaie auch schneller leer macht als bei 120 oder 130, dem ist nicht mehr zu helfen“, erklärte er.

Abwägung von Maßnahmen

Auf die Frage nach möglichen Maßnahmen wie Fahrverboten, autofreien Sonntagen oder einem Tempolimit sagte schnieder, es gebe sinnvollere und weniger sinnvolle Maßnahmen. Diese müssten stets abgewogen werden. „Wenn der Sprit teuer sei,spüre das jeder selbst“,so der Minister.

Empfehlungen der Internationalen Energieagentur

Die IEA fordert Regierungen zu kurzfristigen Maßnahmen auf, um die Nachfrage nach fossilen rohstoffen zu senken. Sie schlägt vor, den öffentlichen Personennahverkehr sowie den Kauf oder das Leasing von Elektroautos, Wärmepumpen und modernen Elektroherden, insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen, zu fördern.

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