Forderungen der DIHK vor Koalitionsausschuss
Die deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) fordert vor dem Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD neue Erleichterungen für die Wirtschaft. Die Hauptgeschäftsführerin der Kammer, Helena Melnikov, betonte die Notwendigkeit schneller und verlässlicher Entscheidungen.
Steuersenkungen und Planungssicherheit
Melnikov forderte, die bereits beschlossenen Steuersatzsenkungen für Unternehmen auf den 1. Januar 2027 vorzuziehen und auf zwei Stufen zu konzentrieren. Dies würde den Unternehmen in dieser Legislaturperiode „konkrete Entlastungen und planungssicherheit“ bieten. die Bundesregierung plant, die Körperschaftssteuer von derzeit 15 Prozent in fünf Schritten bis 2028 auf 10 Prozent zu senken.
Einkommenssteuerreform
Melnikov sprach sich gegen neue Belastungen für Spitzenverdiener bei der geplanten Reform der Einkommenssteuer aus.Sie verwies auf den Koalitionsvertrag, der entlastungen für kleine und mittlere Einkommen vorsieht, ohne diese durch eine stärkere Besteuerung höherer Einkommen auszugleichen.
Stromsteuersenkung und Wettbewerbsfähigkeit
Zudem regte Melnikov eine Stromsteuersenkung an, die aus dem Klima- und transformationsfonds gegenfinanziert werden könnte. Günstiger Strom würde die Wettbewerbsfähigkeit stärken und zum Klimaschutz beitragen.
Langfristige Perspektiven
Melnikov betonte, dass es nicht nur um die bewältigung der akuten Krise gehe, sondern um langfristige Arbeitsplätze, Investitionen und Wohlstand. Deutschland dürfe im internationalen Wettbewerb nicht weiter an Boden verlieren. Die Regierungskoalition solle sich nicht in Detailfragen verlieren, da die geopolitische Lage und strukturelle Probleme keinen Aufschub erlauben.



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