Geplante Senkung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohner
Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Senkung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohner führt bei der Mehrheit der Betroffenen zu einer deutlichen Mehrbelastung. Dies geht aus Berechnungen des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.
Erhöhte Eigenbeteiligung
Laut den Berechnungen steigt die Eigenbeteiligung durch die Pläne von Warken in den ersten beiden Jahren des Heimaufenthaltes im bundesweiten Schnitt um bis zu 1.800 Euro. Der Zweijahres-Zeitraum wurde gewählt, da drei Viertel aller stationär gepflegten Menschen nicht länger in einem pflegeheim lebt.
kritik an den Plänen
Warken plant, die gestaffelten Zuschüsse, die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, langsamer anwachsen zu lassen als bisher. Verbandspräsident Bernd Meurer kritisierte das Vorhaben scharf. Er betonte, dass Pflegebedürftige und ihre Familien bereits unter den hohen Eigenanteilen litten.
Versprechen und Realität
Meurer äußerte, dass die Ministerin versprochen habe, mit der Reform Abhilfe zu schaffen.Der Koalitionspartner SPD sei sogar mit dem Versprechen eines 1.000-Euro-Deckels in den wahlkampf gezogen. Nun wolle Warken den Pflegebedürftigen und ihren Familien einen Milliardenbetrag aufbürden. Meurer beklagte: „Das grenzt an Wählertäuschung: Entlastung versprochen, Belastung geliefert.“



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