Übergabe des Abschlussberichts der Rentenkommission
Die Rentenkommission der Bundesregierung hat ihren Abschlussbericht an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben. Die Vorschläge waren bereits am Wochenende bekannt geworden.
Vorgeschlagene Rentenreformen
Die Experten schlagen vor, perspektivisch die Rente mit 70 einzuführen und das Rentenniveau durch eine neue Kapitalrente auf 50 Prozent anzuheben. In die Kapitalsäule soll zunächst ein prozent vom Bruttolohn einfließen,aufgeteilt auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Später soll der Beitrag auf zwei Prozent steigen. Langfristig sollen dadurch erhebliche Extra-Renten generiert werden,nach 45 Jahren über 770 Euro mehr.
Nachhaltigkeitsfaktor und Rentenniveau
Der Nachhaltigkeitsfaktor soll 2031 wieder eingeführt werden, um die Rentensteigerung an die Entwicklung der Beitragszahler anzupassen. Dies könnte das rentenniveau senken, jedoch soll die neue Kapitalrente dies ausgleichen. Laut Regierung soll das Rentenniveau für Neurentner über 2031 hinaus bei 48 Prozent stabilisiert bleiben und ab den 2040er Jahren wieder ansteigen.
Anpassung des Renteneintrittsalters
Ab 2032 soll das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Ab 2042 würde es alle zehn Jahre um ein halbes Jahr steigen, sodass frühestens ab 2092 die Rente mit 70 gelten könnte.
Weitere Vorschläge
Abgeordnete sollen künftig in die Rentenkasse einzahlen, und Minijobs könnten weitgehend von der Befreiung von Rentenbeiträgen ausgenommen werden. der abschlagsfreie Renteneintritt für langjährig Versicherte soll abgeschafft werden.
Weiteres Vorgehen
Die Bundesregierung muss die Vorschläge nun in Gesetzesform gießen. Im parlamentarischen Verfahren können noch Änderungen erfolgen.


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