Einführung der Kapitalrente
Die Rentenkommission plant die Einführung einer neuen Kapitalrente, die langfristig erhebliche Zusatzrenten für Versicherte generieren soll. Laut tabea Bucher-Koenen, Mitglied der kommission und Professorin am Mannheimer ZEW-Institut, könnte ein Eckrentner nach 20 Jahren Ansparzeit 150 Euro mehr monatlich erhalten, nach 45 Jahren sogar über 770 Euro. Diese Werte beziehen sich auf das Preisniveau des Jahres 2026.
Empfehlungen der Rentenkommission
Die Kommission empfiehlt die schnelle Einführung einer kapitalgedeckten Zusatzversorgung innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung, basierend auf dem schwedischen Modell. Jörg Rocholl, Präsident der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT, betonte, dass die Kapitaldeckung im demografischen Wandel helfen könne und großes Potenzial habe. „Das könnte ein Durchbruch für unser Land sein“, sagte Rocholl.
Finanzierung und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Finanzierung der neuen Kapitalrente soll durch zusätzliche verpflichtende Rentenbeiträge in Höhe von zwei Prozent erfolgen, die paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden. Trotz steigender Lohnnebenkosten hofft Rocholl auf Unterstützung aus der Wirtschaft. Er betonte die makroökonomischen Vorteile der kapitalrente und hofft,dass individuelle Interessen zugunsten eines stabilen Systems zurückgestellt werden.



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