Marine Le Pen plant Kandidatur bei Präsidentschaftswahl 2027
Die französische Politikerin Marine Le Pen hat angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl 2027 anzutreten. Zuvor strebt sie die Aufhebung eines gegen sie verhängten Urteils an.In einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1 erklärte Le Pen, sie halte sich für unschuldig und werde alle Rechtsmittel ausschöpfen.
Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern
Ein französisches gericht verurteilte Le Pen in einem Berufungsverfahren wegen Veruntreuung von EU-Geldern zu einer dreijährigen haftstrafe. Zwei Jahre davon wurden zur Bewährung ausgesetzt, während sie die verbleibende Zeit mit einer Fußfessel verbringen muss. Dies ermöglicht ihr eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im April 2027.
Reaktionen und Pläne
Le pen dankte dem Gericht dafür, dass es den Franzosen ihre Wahlfreiheit zurückgegeben habe.Sie betonte jedoch, dass sie mit Fußfessel keinen Wahlkampf führen wolle und hoffe auf eine Aufhebung des Urteils durch den Kassationsgerichtshof. Gemeinsam mit ihrem politischen „Ziehsohn“ Jordan Bardella plant sie, als „Duo“ anzutreten – sie als Präsidentin, er als Premierminister.
Unterstützung durch Jordan Bardella
Le Pen beschrieb ihre Zusammenarbeit mit dem 30-jährigen Bardella als eingespielt. Beide teilen den Willen, „den Riesen Frankreich von den Fesseln zu befreien“, die durch Jahrzehnte schlechter Politik entstanden seien. Die Themen ihrer Kampagne bleiben unverändert: Sicherheit, Schule, Gesundheit und Desindustrialisierung. Bardella steht „zu 100 Prozent“ hinter Le Pen, auch wenn er in Umfragen etwas besser abschneidet. Laut einer Umfrage des Hörfunksenders RTL würde Bardella im ersten Wahlgang 34 bis 35 Prozent der Stimmen erreichen, während Le Pen 32 bis 33 Prozent erzielen würde.



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